Insekten im Winter

Insekten sind größtenteils kälteresistent!

Ein weit verbreiteter Irrglaube sagt, dass es, je kälter der Winter, es umso weniger Insekten im darauffolgenden  Sommer gibt. Dem ist nicht so, denn warme und feuchte Winter sorgen mit
vermehrtem Schimmelpilzwachstum im Boden eher dafür, dass sich die Brut der Insekten nicht durchsetzen kann und dann die Population sogar negativ beeinflusst!
Kälte dagegen macht den Krabblern und Zweiflüglern in unseren Breiten gar nichts aus: Sie suchen sich zu gegebener Zeit geschützte Plätze, wo sie sich den Winter über "einmieten", einzeln oder manche auch in größeren Gruppen.

  • Ameisen verbringen den Winter mehrere Meter tief unter der Erde in ihrem Winternest, verschließen die Gänge, verfallen in Kältestarre und fressen nicht.
  • Bienen kuscheln sich in ihrem Stock zu einem kugelartigen Gebilde zusammen und verhindern durch ständiges Bewegen das "Einfrieren" ihrer Königin
  • Die Wintermücke trichocera hiemalis ist bereits ab 0°Celsius bewegungsaktiv, sticht allerdings wegen ihrer verkümmerten Mundwerkzeuge nicht. Sie ist auch im Winter zu sehen.
  • Marienkäfer gehören zu der Sorte der Insekten, die ein eigenes "Frostschutzmittel" dem Wasser in ihrem Körper beigemengt haben, so dass ihnen sogar Temperaturen unter 10°C minus nichts ausmachen!
  • Schmetterlinge verbringen den Winter in ebenfalls geschützten Bereichen wie alten Baumstämmen, Scheunen und sonstigen Hohlräumen, die die Natur ihnen bietet und verfallen in eine Winterstarre, die sich bei den ersten Frühlings-Sonnenstrahlen langsam aufhebt und sie wieder in unsere Gärten treibt.
  • Käfer überwintern in Gruppen ebenso in Baumritzen, unter Laub und im Erdreich. Sie sind äußerst widerstandsfähig durch ein körpereigenes Frostschutzmittel, mit dem ihr Körperwasser versetzt ist.
  • Wespen sterben fast alle zum Winter hin, nur die geschlechtsreifen Weibchen, bzw. die jungen Königinnen überwintern in Hausspalten, Erdlöchern und dergleichen und können, ausreichend mit Sperma versorgt durch die Wespendrohnen im Herbst, fast sechs Monate in Winterstarre durchhalten, um dann im Frühjahr ein neues Volk zu produzieren.
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